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Ausrüstung zum Zweiten

Tobias hat vor Kurzem das Thema Schuhe angesprochen. Mittlerweile haben wir von Edelrid auch das technische Material erhalten. Bevor wir aber über Steigeisen, Gurt, Helm Pickel etc. sprechen, gehe ich hier noch einmal auf das Thema „Daunen“ ein.

Daunen sind nach wie vor optimal wenn es um wärmende Kleider geht: Sie sind langlebig, leicht, komprimierbar und haben eine sehr gute Wärmeleistung. Wie alles im Leben haben sie natürlich auch gewisse Schwächen. So verlieren sie bei Nässe ihre Bauschkraft und wärmen weniger. Dieses Problem werden wir wahrscheinlich nicht antreffen: Sollte es Niederschlag geben am Berg, wird der wohl in Form von Schnee vom Himmel kommen…

Heutige Daunenartikel (Kleider und Schlafsäcke) sind oft mit wasserabweisenden Aussenmaterialien versehen. So gelangt schon weniger Feuchtigkeit bis zur Daune. Wir haben für die bevorstehende Expedition fünf Daunenteile. Neben dem Schlafsack, Füsslingen (Socken) und einer dünneren Daunenjacke werden wir noch die „fetten“ Hosen und Jacken dabei haben. Diese Kleidungsstücke sind auch für Expeditionen auf die höchsten Gipfel des Himalayas geeignet (s. Video).

Unsere Schlafsäcke sollten bis rund -40°C ein mehr oder weniger gemütliches Schlafen ermöglichen. Dementsprechend gross und schwer fallen sie aus. Mein Schlafsack nimmt komprimiert das ganze untere Fach des Rucksacks ein…

Wir haben uns aber bewusst für diese Schlafsäcke entschieden, weil wir beide davon überzeugt sind, dass wir den Schlaf, den wir bekommen, nutzen müssen, um uns zu erholen. Andere Bergsteiger schwören auf leichtere und weniger warme Schlafsäcke, lassen dann fürs Schlafen aber ihre Daunenausrüstung an. Somit können sie sich das An- und Ausziehen der Daunenausrüstung sparen. Bei sehr tiefen Temperaturen ist das sicherlich angenehmer als in der Unterwäsche aus dem warmen Schlafsack in die kalten Kleider zu klettern. Zudem spart man dabei Zeit. Dafür fühlt man sich dann 24 Stunden am Tag wie ein Michelin-Männchen. Und: Falls man in der Nacht aufs Klo muss, dürfte das doch etwas umständlicher sein, Pinkelflasche hin oder her… Das wollten wir beide nicht. Auf der Expedition wird sich zeigen, ob „richtig“ entschieden haben oder bei einer nächsten Expedition auch mit leichterem Schlafsack gingen.

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