Kommentare 0

Es darf gewartet werden

Am Tag nach dem Materialtransport ins erste Depot stiegen wir mit Sack und Pack ins Lager 2 auf rund 3300 Metern auf. Die 1ooo Höhenmeter brachten wir ohne Schwierigkeiten hinter uns, am Abend waren aber doch alle froh, als die Zelte standen. Der Bau eines Lagers brauchte immer seine Zeit. Zuerst wurde eine Plattform für die Zelte geschaffen, dann wurde das Küchenzelt sowie das WC ausgehoben. Wie so etwas vor sich geht, siehst du im kurzen Film.

Am Tag nach dem Aufstieg stand ein Ruhetag auf dem Programm. Allerdings konnten wir da nicht einfach faul herumliegen, sondern stiegen die 300 Höhenmeter ins Depot 1 ab und holten das Material, das dort vergraben lag. Der Plan sah vor, dass wir anschliessend am Folgetag ins Depot 2 aufsteigen und dort wieder Waren deponieren würden. Nach einer weiteren Nacht im Lager 2 stünde dann der definitive Aufstieg ins Medical Camp auf 4300 m.ü.M. an.

Der Materialtransport klappte, allerdings trafen wir hier zum ersten Mal auf versteckte Spalten. Unbeschadet kamen aber alle über den steilen Motorcycle Hill, den abschüssigen Squirrel Hill, das Polarfield und den Windy Corner beim Depot an. Die Aussicht war unbeschreiblich und beim Abstieg noch viel mehr zu geniessen…

Dann machte uns der Wind das erste Mal einen Strich durch die Rechnung und wir blieben länger als geplant im Lager 2. Nach einer extra Nacht verbuddelten wir dann aber Schneeschuhe und Stöcke – ab sofort gings mit Pickel und Steigeisen weiter – und machten uns auf den Weg ins Medical Camp. Von dort aus sollte es dann nach rund einer Woche Anmarsch ernst gelten: Rund 2000 Höhenmeter würden uns dann noch vom Gipfel trennen.

Schreibe eine Antwort